Einigung mit ver.di auf neuen Lohntarifvertrag für Hamburg 03.08.2026
Kiel/Hamburg. Im Rahmen der Tarifverhandlungen im privaten Omnibusgewerbe in Hamburg hat sich der OVN mit der Gewerkschaft ver.di vor wenigen Tagen auf einen neuen Lohntarifvertrag verständigt. Beide Vertragsparteien haben diesen Vertrag bereits unterzeichnet.
„Wir sind zufrieden und angesichts zwischenzeitlicher personeller Wechsel auf Gewerkschaftsseite auch erleichtert, dass die Tinte auf dem Papier zu der Einigung im Tarifstreit endlich trocken ist. Beide Seiten haben Kompromisse eingehen müssen, können mit diesem Abschluss aber leben. Die Verhandlungen gestalteten sich zwar etwas zäh, waren aber durchaus konstruktiv und wertschätzend, vor allem aber vorbildlich geräuschlos. Es ist beruhigend zu wissen, dass Tarifeinigungen auch heute noch ganz ohne überflüssige Streiks möglich sind, wenn beidseitig der Wille vorhanden ist konstruktiv auf eine Einigung hinzuarbeiten“, so OVN-Verhandlungsführer und Geschäftsführer Dr. Joachim Schack.
Der neue Lohntarifvertrag für die Hamburger Busunternehmen gilt seit dem 1. Januar 2026 und hat eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten.
Die Eckdaten der vorliegenden Einigung:
- 2,8% tabellenwirksame Erhöhung zum 1. August 2026
- 2,0% tabellenwirksame Erhöhung zum 1. März 2027 (Ausnahme für LG 3b)
- 350 EUR Einmalzahlung
Aktuelles zur Einigung über einen neuen Lohntarifvertrag in Hamburg 15.07.26
Die endgültige Einigung hing lange Zeit in der Luft, weil bei unserem Tarifpartner ver.di der Abschluss ganz offensichtlich nicht mit der notwendigen Priorität behandelt worden ist.
Nun hat unser Vorstand nach Bestätigung durch ver.di vor wenigen Tagen den neuen Lohntarifvertrag wirksam unterzeichnet - allerdings fehlt noch die formale Gegenzeichnung durch die Gewerkschaft, was naturgemäß noch einige Zeit in Anspruch nimmt.
Der neue Lohntarifvertrag, der grundsätzlich seit 1.01.2026 gültig ist, sieht nun eine erste Lohnerhöhung zum 1.08.2026 vor sowie eine Einmalzahlung für die vergangenen Monate von je 50 EUR pro Monat.
Weitere Eckdaten können dem Lohntarifvertrag entnommen werden, der unseren Mitgliedsunternehmen bereits zugesandt wurde und nach Unterzeichnung von ver.di mit den Unterschriften ergänzt wird..
Einigung beim Gehaltstarifvertrag Schleswig-Holstein (19.03.2025)
Wir haben am heutigen Tage Mitteilung davon bekommen, dass der kürzlich ausgehandelte Gehaltstarifvertrag für das Straßenverkehrsgewerbe in SH (dazu gehört bekanntlich auch der OVN) von der Gewerkschaft ver.di nun akzeptiert worden ist. Die Zahlen haben sich seit der letzten Mitgliederinfo nicht mehr geändert.
Sobald uns die unterschriebene Version vorliegt, werden unsere Mitgliedsunternehmen informiert und der Vertrag auch im internen Bereich unserer Homepage eingestellt.
Aktueller Stand Gehaltstarifverhandlungen SH & HH 10.03.2025
Schleswig-Holstein
Die Gewerkschaft ver.di hat am 11.02.2025 die erzielte Tarifeinigung in den Gehaltstarifverhandlungen für unser Gewerbe in Schleswig-Holstein kurz vor Fristende unerwartet widerrufen. Wie es in dieser Sache nun weitergeht, bleibt zunächst unklar. Im Vorfeld gab es einzelne Streiktage im Bereich Entsorgungsunternehmen, die sich nun wiederholen könnten.
Hamburg
Zwischenzeitlich hat die Gewerkschaft den für uns geltenden Gehaltstarifvertrag in Hamburg frist- und erwartungsgemäß gekündigt, so dass auch hier demnächst Tarifverhandlungen anstehen.
Einigung mit großen Schmerzen 03.12.2024
Kiel. Im Rahmen der laufenden Lohntarifverhandlungen im privaten Omnibusgewerbe in Schleswig-Holstein hat sich der OVN mit der Gewerkschaft ver.di am heutigen Dienstag auf einen neuen Lohntarifvertrag geeinigt. Die Verhandlungen waren in diesem Jahr sehr kompliziert und von zahllosen Streiks begleitet und haben nun endlich zu einem Ende geführt.
„Wir sind erleichtert, dass nun endlich eine Einigung im Tarifstreit auf dem Tisch liegt, so dass insbesondere die vielen auf den ÖPNV angewiesenen Fahrgäste sowie Schülerinnen und Schüler nicht mehr befürchten müssen, dass ihr Bus nicht kommt. Allerdings wiegt der Abschluss für die Unternehmen sehr schwer und schmerzt, weil die sich daraus ergebenden Folgen noch nicht absehbar sind. Vor allem verbinden wir diesen teuren Abschluss nun mit der klaren Erwartungshaltung, dass all jene im politischen Raum, die sich öffentlich mit den Forderungen der Gewerkschaft solidarisiert haben, nun auch zügig alles daran setzen, die Busunternehmen auch tatsächlich in die Lage zu versetzen, diese Kostensteigerungen tragen zu können. Dafür war es notwendig und ist uns auch gelungen, nicht nur die Laufzeit des Tarifvertrages auszuweiten, sondern auch die Zeitpunkte der Lohnsteigerungen nach hinten zu schieben. Diese Verlängerung sollte und muss ausreichen, um in Schleswig-Holstein endlich einen landeseigenen Kostenindex für den ÖPNV einzuführen, der auch – vergaberechtlich zulässig - schon während der laufenden Verkehrsvertragslaufzeiten Wirksamkeit entfaltet. Wenn uns dies nicht gemeinsam gelingt, ist nicht auszuschließen, dass gerade im ländlichen Raum sukzessive die Lichter in ÖPNV und Schülerverkehr ausgehen“, so OVN-Verhandlungsführer und Vorsitzender Klaus Schmidt.
Die Eckdaten der vorliegenden Einigung:
- 850 EUR Inflationsausgleichsprämie im Dezember 2024
- 137,50 EUR zum 1. August 2025
- 137,50 EUR zum 1. April 2026
- 68,75 EUR zum 1. Juli 2026
- Lohngruppe 1 (Pkw-Fahrer) zu den o.g. Zeitpunkten 1,9%, 1,9% und 1%
- 30 Monate Mindestlaufzeit
OVN-Tarifinfo für alle Busfahrerinnen und Busfahrer in Schleswig-Holstein 22.10.2024
Im laufenden Lohntarifkonflikt mit inzwischen 6 Streiktagen sind Sie als ver.di-Mitglied nun aufgefordert, zwischen Aufnahme von Verhandlungen und unbefristetem Streik zu entscheiden. Wir als Arbeitgeberseite sind der Meinung, dass Sie dafür umfassend informiert sein sollten, weil offenbar der Eindruck entstanden ist, wir hätten uns unfair verhalten. Dabei ist das Gegenteil der Fall.
Wussten Sie,
- dass es Ihre Gewerkschaft ver.di war, die für das Verhandlungsergebnis vom 3.09.2024 wie üblich auf einem vierwöchigen Widerrufsvorbehalt bestanden und davon auch selbst Gebrauch gemacht hat per Email vom 11.09.2024 im Hinblick auf die Frage einer von uns abgelehnten Lohnerhöhung für LG 1 (Pkw-Fahrer mit heute schon 17,35 EUR/Std.)?
- dass die Arbeitgeberseite schon am 3.09.2024 ausdrücklich darauf hingewiesen hat, dass dieser hohe Abschluss noch vom Ausgang der terminierten (und ergebnislosen) Gespräche mit Ministerium und Landräten abhängig sei wegen der unklaren Finanzierung?
- dass es damit zu keinem Zeitpunkt einen vereinbarten Vertragstext gab, der hätte unterzeichnet werden können?
- dass Sie auch nach ver.di-Tarifinfo vom 5.09.2024 als „Busfahrerinnen und Busfahrer in Schleswig-Holstein im privaten Bereich (schon heute!) zu den bestbezahltesten in ganz Deutschland“ gehören, was zwar schön für Sie ist, aber mit den aktuellen politischen Sparbeschlüssen nicht mehr in Einklang zu bringen ist?
- dass ein solcher Abschluss die meisten unserer Busunternehmen, die sich bislang tariftreu verhalten, zwangsläufig aus der Tarifanwendung treiben würde, weil sie diese Belastungen eben nicht wie die kommunalen Unternehmen ausgeglichen bekommen?
- dass die meisten Landkreise bislang keine Bereitschaft signalisiert haben, die Inflationsausgleichsprämien, die 2022 und 2023 gezahlt worden sind, auszugleichen, die Busunternehmen aber keine andere Möglichkeit haben, diese Sonderausgaben gegenzufinanzieren?
- dass es der Arbeitgeberseite zu keinem Zeitpunkt darum ging und geht, Verhandlungen mit dem Ziel einer Lohnerhöhung zu verweigern, sondern wir als Arbeitgeber jederzeit verhandlungsbereit sind?
- dass die Arbeitgeberseite sehr gern auf diesen Schritt des Widerrufs des Verhandlungsergebnisses verzichtet hätte, wenn dies wirtschaftlich zu verantworten gewesen wäre?