Tirol - Vollsperrungen am Fernpass wegen Demonstration - 27. Juni und 1. August 2026
Nach dem Brenner im Mai nun auch der Fernpass: Wegen einer Demonstration wird die B179 in Tirol an zwei Reise-Samstagen in den Sommerferien gesperrt. Alle Infos zu den Vollsperrungen und die besten Alternativen.
- Fernpass-Route am 27. Juni und 1. August jeweils von 10 bis 12 Uhr dicht
- Welche Ausweichrouten sich eignen
- Tipp: Fernpass ganztags großräumig umfahren
Nach der großen Brenner-Blockade Ende Mai wird die nächste wichtige Alpenroute im österreichischen Bundesland Tirol dichtgemacht. Die Sperren der Fernpass-Route zwischen Füssen/Reutte und Nassereith (B179) dauern zwar jeweils nur zwei Stunden, fallen aber auf zwei Hauptreisetage der Sommerferien.
Vollsperrungen am Fernpass wegen Demonstration
Die Fernpass-Route (B179) ist am Samstag, 27. Juni, von 10 bis 12 Uhr nicht befahrbar, wie die Tiroler Landesregierung mitteilt. Der Termin fällt mit dem Sommerferien-Beginn in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland zusammen. Insbesondere am Samstagvormittag dürfte der Reiseverkehr auf dieser Strecke sehr hoch sein. Mit langen Staus wird vor und nach der Vollsperrung gerechnet.
Auch am Samstag, 1. August, könnte es am Fernpass eine zweistündige Demonstration ab 10 Uhr geben. Diese ist aber noch nicht genehmigt. Tirol will erst die Erfahrungen der ersten Demo abwarten und dann über den 1. August entscheiden. Sollte die Demo am 1. August stattfinden, ist Stauchaos programmiert: Der 1. August dürfte einer der staureichsten Tage des Jahres sein, da alle deutschen Bundesländer Sommerferien haben. Gut zu wissen: Der ADAC Südbayern hat unabhängig von der Blockadeaktion am 1. August Stauberater im Einsatz.
Land Tirol rät: Fernpass großräumig umfahren
Aufgrund des erwarteten Reiseverkehrs empfehlen das Land Tirol und auch das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West, während der Demonstrationen den Fernpass großräumig zu umfahren. Auch in den Stunden vor und nach der Demonstration ist die B179 staugefährdet.
Wer eine Fahrt über den Fernpass vermeiden will, hat je nach Start und Ziel die folgenden Möglichkeiten.
Bei einer Anreise über die A7 Ulm – Füssen/Reutte kann man auch großräumig ausweichen:
- Ab dem Kreuz Memmingen über Lindau (A96) und die österreichische Rheintalautobahn (A14) zur Arlbergschnellstraße S16
- Ab dem Kreuz Ulm über München (A8, A99) zum Inntaldreieck (A8/A93) bei Rosenheim und von dort über Kiefersfelden zur Inntalautobahn A12
Beide Routen sind für die Gegenrichtung ebenfalls als Alternative geeignet.
Die nächstgelegene Ausweichstrecke für den Fernpass führt über die Route Mittenwald – Seefeld – Zirler Berg zur Inntalautobahn (A12). Für Reisende über Füssen (A7) ist sie aber nur bedingt geeignet. Wichtig: Für Gespanne ist eine Fahrt über den Zirler Berg in Richtung Norden verboten. Auch auf der Route über den Zirler Berg ist die Staugefahr hoch.
Weitere Fernpass-Demos möglich
Zu den Demonstrationen am Fernpass hat eine Bürgerinitiative aufgerufen, die sich unter anderem gegen den Bau des geplanten Fernpass-Tunnels wehrt. Die Initiative fordert etwa eine Verlagerung des Verkehrs auf die Bahn und eine KI-gesteuerte Dosierung des Verkehrs an der Grenze.
Es gibt Befürchtungen, dass es nicht bei dieser einen bzw. zwei Demonstrationen inklusive Sperren bleibt. Anwohnende drohten in letzter Zeit öfter damit, an mehreren Samstagen den Fernpass zu blockieren.